Stefan Liebich: War schön mit Euch

Staffelstab geht an Udo Wolf

Vor mehr als 25 Jahren, im Herbst 1995, gewann ich als 22-jähriger Kandidat der PDS in Biesdorf das Direktmandat für das Berliner Abgeordnetenhaus. Erst kurz zuvor hatte ich einen Arbeitsvertrag mit IBM für den Standort Hannover unterschrieben und musste mich plötzlich zwischen Wirtschaft und Politik entscheiden. Den Wahlsieg empfand ich als so unglaublichen Erfolg, dass ich mich für die Politik entschied. Seither war ich Partei- und Fraktionsvorsitzender in Berlin, verhandelte die erste rot-rote Regierung in unserer Stadt mit und wurde 2009, nach einem Sieg über das SPD-Urgestein Wolfgang Thierse, Mitglied des Bundestages. Ein Mandat, das ich danach noch zweimal gewinnen konnte. 

Die meiste Zeit im Bundestag war ich Außenpolitiker. Doch auch der Kampf für die Interessen der Menschen in meinem Wahlkreis, ob gegen Fluglärm oder für bezahlbare Mieten, hat meine politische Agenda bestimmt.

Aus meiner DDR-Biographie habe ich eine grundlegende Lehre gezogen: Mauern und Stacheldraht sind niemals eine Lösung und autoritären Bestrebungen muss immer und überall entgegentreten werden.

Nach meinem Verzicht hat im Januar dieses Jahres meine Partei Udo Wolf für die Direktkandidatur in Pankow für den Bundestag nominiert. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Udo ist ja nicht nur ein erfolgreicher Politiker, sondern auch ein begeisterter Bergsteiger. Das erfordert Mut, Weitsicht, Verlässlichkeit und Teamarbeit. Einen solchen Abgeordneten wünsche ich mir für Pankow im Bundestag.

Es war nicht immer einfach mit mir und der LINKEN. Aber ich weiß, was ich ihr zu verdanken habe. Und deshalb wünsche ich Euch für die Zukunft alles Gute - und ganz besonders für die bevorstehenden Wahlen!

Stefan Liebich
Mitglied des Bundestages

Brief an die Pankower Wähler*innen

zur Bundestagswahl 2021

Liebe Wählerin, lieber Wähler,

mein Name ist Udo Wolf, und ich bewerbe mich in Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee erstmals um ein Direktmandat für den Deutschen Bundestag. Es ist das Mandat, welches Stefan Liebich von der LINKEN in den Jahren 2009, 2013 und 2017 gewonnen hatte, und der schon vor über einem Jahr seinen unumstößlichen Entschluss fasste, nicht erneut zu kandidieren um „zu gehen, wenn es am schönsten ist“.

Vielleicht kennen Sie noch den populären Werbespruch eines Schokoriegelherstellers „...aus Raider wird jetzt Twix, sonst ändert sich nix.“ Die Botschaft war klar: Es ändert sich zwar der Name, aber nicht der Inhalt. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, mich unterscheidet von Stefan Liebich mehr als nur der Name – aber in unseren politischen Positionen sind wir uns sehr nah.

Mein politisches Handwerk habe ich vor allem im Berliner Abgeordnetenhaus gelernt, wo ich als langjähriger Vorsitzender der Linksfraktion an maßgeblicher Stelle am Koalitionsvertrag der ersten rot-rot-grünen Regierung dieser Stadt mitwirken konnte. Die dabei gemachten Erfahrungen und das dazu erforderliche Wissen möchte ich nun gern für Sie in den Bundestag einbringen. Denn wir brauchen dringend andere Mehrheiten und einen Politikwechsel im Bund. Eine Regierung ganz ohne die CDU ist das Ziel, denn eine Politik des sozial-ökologischen Umbaus ist nur dann realistisch, wenn DIE LINKE Teil dieser Gestaltungs- und Veränderungsmehrheit ist. Nur mit uns wird es keine Regierung mit den Herren Laschet oder Lindner geben.

Die Pandemie, ihre sozialen und wirtschaftlichen Folgen, der rasch fortschreitende Klimawandel und die wachsende soziale Spaltung der Gesellschaft erfordern schnelles und entschlossenes Handeln. Nach der Wahl wird nicht nur darüber entschieden, wer für die immensen Kosten der Corona-Krise aufkommt, sondern es werden auch entscheidende Weichenstellungen zur Gestaltung unserer Zukunft erfolgen. Es geht um eine Wohnungspolitik, die die Spirale steigender Mieten stoppt, die im Bund einen Mietendeckel ermöglicht und die der Spekulation mit Wohnraum entgegentritt, um eine Gesundheits- und Pflegepolitik, die mit der Einführung einer Bürgerversicherung alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen in die Verantwortung nimmt, um einen Sozialstaat der Zukunft statt Hartz IV und eine Finanzpolitik, die den Reichtum endlich gerechter verteilt. Und es geht nicht zuletzt darum, auch zu Zeiten von Pandemie und Not unsere Grund- und Freiheitsrechte zu wahren.

Die Chance für eine linke Regierung ist jetzt da – nutzen wir sie gemeinsam. Deshalb bitte ich Sie:

Geben Sie mir am 26. September Ihre Erststimme und, um es perfekt zu machen, meiner Partei, DIE LINKE, auch Ihre Zweitstimme!

Ihr Udo Wolf

Udo Wolf kandidiert für den Pankower Bundestagswahlkreis

Erklärung von Sandra Brunner, Vorsitzende DIE LINKE. Pankow, und Katina Schubert, Vorsitzende DIE LINKE. Berlin, zur Kandidatur von Udo Wolf im Pankower Wahlkreis 76

Bei Stefan Liebich im Bundestag

Ich kandidiere im Wahlkreis 76 für den Bundestag. Stefan Liebich hat diesen Wahlkreis drei Mal hintereinander gewonnen. Das ist eine außergewöhnliche Leistung, umso mehr, da sich die Bevölkerung in Pankow in dieser Zeit sehr verändert hat. Als Stefan für sich entschieden hat, nach 12 Jahren im Bundestag neue berufliche Herausforderungen zu suchen, stand die Frage: Wer soll, wer kann ihm nachfolgen?

Rot-Rot-Grün in Berlin war mein Projekt. Als Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus hatte ich das Privileg und die Last, an allen Fehlern und Erfolgen in Regierungsbeteiligung und Opposition teilzuhaben. Daraus speist sich ein Erfahrungsschatz, den wir, so behaupte ich selbstbewusst, in dieser Legislaturperiode in den koalitionsinternen Verhandlungen, in der Kommunikation, mit Entschiedenheit in der Sache gut genutzt haben. Wir haben praktisch gezeigt, Regieren um jeden Preis ist Quatsch. Aber gutes Regieren geht eben auch. Und das kann auch als Gegenmodell zu bürgerlichen Regierungskoalitionen im Bund Ausstrahlungskraft gewinnen und bestehen. Was Stefan und mich verbindet ist, dass wir die positiven Erfahrungen praktischer linker Politik in die bundespolitische Debatte unserer Partei eingebracht haben. Das ist gerade jetzt nötig!

Und nun wurde ich gefragt, ob ich mir nicht vorstellen könnte, zu kandidieren. Ich weiß, dass diese Aufgabe, den Wahlkreis zu verteidigen, keine einfache Sache wird. Gewinnen können wir nur gemeinsam. Ich möchte das Meine gerne dafür tun!

Direkt in Pankow und Heinersdorf gewählter Abgeordneter

Wahlkreis 05 

Links macht den Unterschied

 

Liebe Berlinerinnen und Berliner,

DIE LINKE macht jetzt gemeinsam mit der SPD und Bündnis 90 / Die Grünen Politik für ganz Berlin. Wir arbeiten in der Regierungskoalition für fair bezahlte Arbeit, bessere Bildung, mehr Mitbestimmung der Stadtgesellschaft und solidarische Integration. Wir wollen erreichen, dass Wohnen, Mobilität und Kultur für alle erschwinglich bleiben. Nur mit Ihnen gemeinsam, den Bürgerinnen und Bürgern Berlins können wir erfolgreich linke Politik realisieren. Damit Links den Unterschied macht.

Als direkt im Wahlkreis gewählter Abgeordneter im Pankower Wahlkreis 5 will ich für Sie da sein. Deshalb stehen Ihnen die Türen meines Wahlkreisbüro in der Erich-Weinert-Straße 6 offen.

Ihr Udo Wolf

Wahlkreisbüro

Erich-Weinert-Straße 6, 10439 Berlin

Sozial- und Mietenberatung 

Viele Menschen geraten in eine prekäre Lage und brauchen Rat und Hilfe, haben aber nicht genügend Geld für eine Rechtsberatung. Unser Bürgerbüro bietet eine regelmäßige kostenlose Rechtsberatung zu Fragen des Sozial- und des Mietrechts an. Mit dem Rechtsanwalt Kay Füßlein steht besonders Hartz-IV- und Grundsicherungs-Betroffenen ein erfahrener und engagierter Jurist mit Rat und Tat zu Verfügung. Diese Erstberatung ist kostenfrei.
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